Arztgespräch bei Potenzstörungen

Damit der Arzt eine richtige Diagnose einer erektilen Dysfunktion stellen kann, ist ein ausführliches Gespräch über die Krankheitsvorgeschichte unumgänglich. Der Mediziner stellt beispielsweise Fragen über das Sexualleben, die der Patient offen und ehrlich beantworten muss. Ausschließlich dann kann sich der Arzt einen Eindruck über das Ausmaß der Potenzstörung machen und deren Ursachen feststellen. In einigen Fällen ist es empfehlenswert den Partner zum Gespräch mitzunehmen.

Gut vorbereiten

Vor dem Arztgespräch mit dem Urologen oder Andrologen sollte man sich gut vorbereiten.
Notizen über die eigene Krankheits­geschichte, sowie Informationen des Mediziners über mögliche Behandlungen sind fester Bestandteill des Gesprächss bei Potenzstörungen.
Folgende Unterlagen sollten Betroffene beim ersten Termin mitnehmen:

  • Beipackzettel von Medikamenten, die regelmäßig eingenommen werden
  • Antworten, um die Fragen zur Krankheitsgeschichte beantworten zu können
  • Notizen zu körperlichen und seelischen Veränderungen
  • Offene Fragen

Fragebogen ausfüllen

In der Regel legt der Arzt dem Patienten spezielle Fragebögen vor, die dem Mediziner wichtige Auskünfte über die Erektionsfähigkeit geben. Dies ist Standard für eine sachgemäße Diagnose. Empfehlenswert sind Angaben über die üblicherweise auftretenden Erektionen Nachts. Treten diese nicht auf, ist eine körperliche Ursache möglich. Um exakte Werte zu bekommen, kann eine Nacht im Schlaflabor sinnvoll sein.

Tipps für das Gespräch

Im Gespräch mit dem Facharzt erkundigt sich dieser auch nach vorhandenen Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, sowie über vergangene Operationen und Verletzungen. Vor allem Erkrankungen im Bereich des Beckens oder der Wirbelsäule sind sehr informativ. Ebenso andere leiden, die unabhängig von der Potenzstörung vorhanden sind, spielen im Arztgespräch eine wichtige Rolle und können Hinweise auf die Impotenz liefern. Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten darf nicht verschwiegen werden, da einige Wirkstoffe die Erektionsfähigkeit negativ beeinflussen können.

Falls Sie bereits pflanzliche Potenzmittel oder rezeptfreie Potenzmittel eingenommen haben, sollten Sie das Ihrem Facharzt nicht verschweigen.

Fragen beim Arztgespräch bei Potenzstörungen

Der Facharzt stellt einen mit Potenzproblemen betroffenen Patienten sehr viele intime Fragen. Das ist für die Diagnose sehr wichtig. Die Antworten weisen darauf hin, ob die Potenzstörungen eine körperliche oder psychische Ursache haben. Folgende Fragen stellt der Arzt:

  • Ob die Partnerschaft intakt ist?Erektionsprobleme
  • Ist eine nächtliche Erektion vorhanden?
  • Treten die Probleme beim Masturbieren auf?
  • Ist oft eine depressive Stimmung vorhanden?
  • Wie ist die Libido?
  • Seit wann bestehen die Potenzprobleme?
  • Wann traten die Beschwerden das erste Mal auf?
  • Begannen die Erektionsstörungen plötzlich oder nach und nach?
  • Treten die Störungen in bestimmten Situationen auf?

Ängste überwinden

Selbstverständlich fällt nur selten einem Mann so ein Gespräch leicht. Trotzdem ist es wichtig, dass der Betroffene seine Ängste überwindet und offen mit dem Arzt über seine Potenzstörungen spricht. Der Mediziner nimmt das Problem ernst und entscheidet mit dem Patienten zusammen, welche Behandlung am besten ist. Überwinden Sie Ihre Angst zum Arzt zu gehen, da Ihnen sonst nicht geholfen werden kann.

Das Arztgespräch ist nichts peinliches

Die meisten Patienten empfinden das Gespräch über die vorhandenen Potenzprobleme als sehr unangenehm oder peinlich. Das muss nicht sein, denn der Arzt hat eine ärztliche Schweigepflicht, sodass das Gespräch unter vier Augen bleibt. Zudem sollte man wissen, dass je ehrlicher die Antworten sind, der Mediziner umso leichter eine Diagnose und eine geeignete Behandlung erstellen kann. Darüber hinaus ist es für den Urologen Alltag mit den Patienten über sexuelle Probleme zu sprechen.

Die Möglichkeiten durch das Gespräch

Das Arztgespräch, sowie eine körperliche Untersuchung bietet viele Möglichkeiten die Potenzstörungen zu beseitigen und endlich wieder ein glückliches Leben zu führen. Dies reicht von einer Spritze bis zur Vakuumpumpe, sowie Tabletten und einer Psychotherapie. Zu beachten ist, dass Potenzstörungen auch ein Hinweis auf andere ernst zunehmende Erkrankungen sein können. Aus diesem Grund ist es wichtig sich frühzeitig untersuchen zu lassen und mit dem Arzt zu sprechen. Bevor Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt durchführen, sollten Sie mit Ihrem Partner falls vorhanden sprechen. Im Beitrag Partnergespräch über meine Erektionsstörung wird Ihnen erklärt, worauf Sie achten sollten.